Pilates

Pilates, benannt nach dem deutschen Sportler Joseph Hubert Pilates (1863 – 1967), ist eine äußerst wirkungsvolle Trainingsmethode eines Ganzkörpertrainings, bei dem die Übungen mit hoher Konzentration langsam, dennoch fliessend und im Einklang mit der Atmung ausgeführt werden.
Joseph Hubert Pilates entwickelte seine Pilates-Methode zur Zeit des Ersten Weltkrieges, als er in britischer Gefangenschaft saß. Er führte das Konzept ein und unterrichtete andere deutsche Gefangene, um körperlich und vor allem geistig nicht zu verkommen.

Nach seiner Freilassung wanderte er irgendwann nach Amerika aus, wo er auch sein eigenes Trainingsstudio eröffnete und somit erfolgreich sein Körper- und Geisttraining der Welt offenbarte. Viele Menschen vergleichen Pilates oft mit Yoga und in der Tat finden sich auch viele Parallelen, da Joseph Pilates sich während seines Studiums fernöstlicher Trainingsmethoden von diesen, dazu gehörte auch Yoga, inspirieren ließ.

Wichtiger Bestandteil seines Konzepts ist demnach auch der Geist, da alle Bewegungsabläufe im „Einklang mit dem Geist“ stattfinden müssen und damit sehr viel Konzentration bedürfen. Es werden sowohl Kraft, als auch Geist, Koordination und Atmung trainiert. Das wird durch viele verschiedene Übungen (mit oder ohne Hilfsgeräte) erreicht, bei dem in verschiedene Reihenfolge mehr Wert auf Kraft, Atmung oder Streckung („Stretching“) gelegt wird.

Letztendlich wird dadurch die gesamte Körpermuskulatur sehr intensiv gestärkt besonders die Stützmuskulatur im Bereich der Wirbelsäule, wobei vor allem eher schwächere Muskelgruppen, die oftmals übersehen und somit gar nicht eingebunden werden in andere Trainingsarten, stark beansprucht und somit gekräftigt werden.

Das passiert durch eine Reihe von Faktoren, die man während des Trainings beachten muss. Die Bewegungen müssen alle fliessend ausgeführt werden, dabei soll man sich in höchstem Maße konzentrieren, um so Körper und Geist gleichzeitig zu stärken und näher zu verbinden. Zu jeder Zeit der kontrollierten Bewegungsabläufe muss die Atmung stimmen, um Verspannungen im Körper zu lösen.

Dabei ist ein Faktor des Trainings ein entscheidender: Auch Anfänger können problemlos in das Training einsteigen, da selbst bei einer Fehlausführung der Bewegungen kein allzu hohes Verletzungsrisiko besteht, wodurch man sich auch nach anfänglichen Schwierigkeiten immer näher einem effizienten und erfolgreichen Training entgegenwirkt.

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